TWO: Photo Art Exhibtion
3rd and 4th December, Sinberlin
(english)
The exhibition title, „Schau!“ (Look!), acts as a multifaceted imperative, speaking differently to each participant involved.
To me, the photographer, it is a call to conscious perception—to capture the decisive moment. For my model it is an invitation to remain deeply present in her experience. And for the viewer, it is a challenge to look beyond the surface and reflect on what they encounter.
By bringing together my photographs of Kim, Jin-Young taken over the years, this exhibition explores the tension between the inner and outer gaze. It engages with the act of revelation intertwined with concealment, asking what emotional or intellectual responses this duality might provoke.
In essence, nude photography often lays bare the photographer’s own aesthetic, desires, erotic yearnings, experiences (or lack thereof), and fantasies.
To create images of such intimacy, a profound trust between photographer and model is essential. The process becomes one of surrender—trusting the flow and relinquishing specific expectations. It is about fully embracing what the model and the moment provide, being entirely in the here and now, and finding depth within the inherent limitations.
(german)
Die Ausstellung „Schau!“ ist ein vielschichtiger Imperativ, der die Beteiligten in verschiedener Weise anspricht.
Für den Fotografen, ist es ein Aufruf zur bewussten Wahrnehmung – den entscheidenden Moment einzufangen. Für mein Model ist es eine Einladung präsent in ihrer Erfahrung zu verweilen. Und für den Betrachter eine Herausforderung über die Oberfläche hinauszusehen.
Indem diese Ausstellung meine über die Jahre entstandenen Fotos von & mit Kim Jin-Young zusammenführt, erforscht sie die Spannung zwischen dem inneren und dem äußeren Blick. Sie setzt sich mit dem Akt der Enthüllung auseinander und fragt, welche emotionalen Reaktionen diese Dualität hervorrufen mag.
Im Wesentlichen legt die Aktfotografie oft die Ästhetik und das Sein des Fotografen offen – seine Begierden, erotischen Sehnsüchte, (fehlenden) Erfahrungen und Fantasien.
Der Prozess wird zu einer Form der Hingabe – dem Vertrauen in den „flow“ und dem Loslassen von Erwartungen. Es geht darum, voll und ganz anzunehmen, was das Model und der Moment bereithalten, gänzlich im Hier und Jetzt zu sein und Tiefe innerhalb der inherenten Grenzen zu finden.
